Saunabesuch
Im Herbst und Winter sind Saunabesuche besonders beliebt. Sie bringen Abwechslung in das geschmälerte Freizeitprogramm, stärken das Immunsystem und sorgen so für einen besseren Schutz vor Erkältungen.
Regelmäßige Saunagänge unterstützen die Hautfunktion und helfen dem Körper sich zu entgiften. Auch Migräne und Schlafstörungen werden günstig beeinflusst, weil sich Verspannungen im Muskelbereich lösen. Mediziner plädieren auch bei Asthmapatienten für regelmäßige Saunaanwendungen.
Natürlich ist eine Überhitzung des Körpers zunächst eine Belastung für Herz und Kreislauf. Die Mehrarbeit, die das Herz zu leisten hat, muss im richtigen Verhältnis zur Gesamtkonstitution der Gesundheit stehen. Deshalb sollte jeder, der mit dem Saunieren beginnt, sich mit Hinweis auf den bevorstehenden Saunabesuch, von seinem Arzt untersuchen lassen. In der Regel sind Ärzte bei gesunden Patienten große Befürworter.
Anfänger beginnen langsam, damit sich der Körper an das neue Training gewöhnen kann. Wer aus lauter Begeisterung die Sitzungen in die Länge treibt, riskiert, dass sein Kreislauf absinkt und schlimmstenfalls zusammenbricht. Ein langsames Training, mit stetig wachsender Sitzungsdauer, stärkt sowohl das Herz als auch den Kreislauf.
Wer Probleme mit den Beinvenen hat, sollte die Minuten in der Sauna liegend verbringen und sich kurz vor Verlassen des Saunabereichs, wieder aufsetzen und noch ein-, zwei Minuten sitzenbleiben, damit der Blutdruck nicht beim schnellen Aufstehen plötzlich absackt. Hilfreich, um den Kreislauf zu stabilisieren, ist das An- und Entspannen der Wadenmuskulatur. Diese Muskelpumpe drückt das Blut durch die Venen in Richtung Herz.
Eine Altersbeschränkung gibt es fast nicht. Auch Kinder und gesunde Babys dürfen mit in die Sauna. Ältere Menschen, die nach Anleitung ihres Arztes saunieren, können natürlich auch von den vielen positiven Einflüssen profitieren.
Bringen Sie zu Ihrem ersten Saunabesuch ein oder zwei große Badetücher mit. Eines benötigen Sie aus hygienischen Gründen, um darauf zu sitzen oder zu liegen. Das andere dient Ihnen zum Abtrocknen oder um sich darin einzuhüllen. Auch unbedingt wichtig sind einfache Badeschuhe und Ihr Duschzeug.
Ihr erster Besuch in der Sauna führt unter die Dusche, um die Haut zu reinigen und die Poren freizumachen. Gehen Sie nicht nass in den Saunabereich. Trocknen Sie sich nach dem Duschen ab, denn nur trockene Haut kann ordentlich schwitzen. Denken Sie daran, dass, wenn der Körper Wasser ausscheidet, die Blase schneller voll ist und ein kurzer Gang zur Toilette angebracht ist, bevor Sie die Sauna betreten.
Fangen Sie mit wenigen Minuten an. Entspannen Sie sich und achten Sie auf Ihre Körperreaktion. Sobald Sie das Gefühl haben, dass Sie zu sehr überhitzt sind, oder dass Ihr Kreislauf Probleme macht, brechen Sie ab, und verlassen die Sauna, um in den Ruhebereich zu gehen. Man muss ausprobieren, was der eigene Körper toleriert. Ob Sie im Kaltbad oder an der frischen Luft abkühlen wollen, entscheiden Sie selber. Wichtig ist es direkt nach der Sauna, bereits im Ruheraum, viel Wasser zu trinken. Der Körper hat eine Menge Wasser ausgeschieden, das so schnell wie möglich ersetzt werden sollte.
Text „Saunabesuch“ kommt von Opa Lingen
Ähnliche Beiträge: